Wyland Kuschel - Aquarelle

Bereits während seines Studiums an der TU Berlin bei Vincenz Pieper, Professor für Freies Zeichnen und Malen, wurde Wyland Kuschel angeregt, sich mit Bildender Kunst (Malerei, Skulptur) zu beschäftigen und auch selber auf diesem Gebiet tätig zu werden.
Später kamen enge Freundschaften mit dem Bildhauer Fritz Viegener / Delecke und den Malern Hans Kaiser / Soest, Rudolf Englert /Osnabrück sowie anderen Künstlern hinzu.
Im Laufe der Jahre entstanden zahlreiche Zeichnungen und Aquarelle von seinen Reisen sowie „freie“, keiner besonderen Stilrichtung verpflichtete Aquarelle und Gouachen. Einige Arbeiten der letzten Jahre werden hier anlässlich des 75. Geburtstags des Künstlers erstmalig öffentlich ausgestellt.

Während die Reiseaquarelle in einer herkömmlichen Aquarelltechnik gemalt sind, legt er bei den freien Arbeiten in einer aufwendigen mehrschichtigen Aquarelltechnik zunächst einen ungeordneten, „chaotischen“ Bilduntergrund an, welcher dem menschlichen Auge durch interessante Farbverläufe, unerwartete Tiefenwirkungen und das Zusammenstoßen unterschiedlicher Bildelemente vielfältige, phantasieanregende Entdeckungsmöglichkeiten bieten soll.
Auf diesem chaotischen Bilduntergrund werden klar erkennbare, identifizierbare „Ordnungselemente“, wie Zahlen, Buchstaben, einfache Punkte oder auch Gegenstände eingearbeitet, um zwischen Chaos und Ordnung eine räumliche Spannung zu bewirken.