Abnahmeprotokoll für Bodenleger

Die Abnahme stellt den Dreh- und Angelpunkt des Werkvertrages dar. Sie ist eine Hauptpflicht des Auftraggebers und bewirkt

  1. Die Fälligkeit der Vergütung, d.h. grundsätzlich wird die vereinbarte Vergütung erst mit der Abnahme zur Zahlung fällig, vor der Abnahme muss der Auftraggeber die Schlussrechnung nicht bezahlen.
  2. *Übergang der Gefahr*, d.h. erst mit der Abnahme endet die Schutzpflicht des Auftragnehmers und der Auftraggeber trägt das Risiko für Beschädigung oder Zerstörung der fertig gestellten Leistung.
  3. Umkehr der Beweislast: Im Streitfall über Mängel muss bis zur Abnahme der Auftragnehmer die Mangelfreiheit und den vertragsgerechten Zustand seines Werkes beweisen, nach der Abnahme liegt die Beweislast für behauptete Mängel beim Auftraggeber. Ist die Beweislage über das Vorhandensein eines Mangels im Prozeß nicht eindeutig, so unterliegt derjenige, der die Beweislast hat, nach der Abnahme also der Auftraggeber.
  4. teilweiser Verlust von Mängelansprüchen: Ansprüche auf Beseitigung von Mängeln, die dem Auftraggeber bereits bei der Abnahme bekannt waren, können nach Abnahme nur durchgesetzt werden, wenn sie bei Abnahme ausdrücklich vorbehalten wurden.
  5. Verlust von Vertragsstrafe-Ansprüchen: Auch eine grundsätzlich verwirkte Vertragsstrafe (zum Beispiel wegen verspäteter Herstellung) verfällt, wenn der Auftraggeber sich die Vertragsstrafe nicht bei Abnahme ausdrücklich vorbehält.
  6. Beginn der Gewährleistungsfrist für Mängelansprüche des Auftraggebers

Viele der verbreiteten Abnahmeprotokolle weisen den Auftraggeber – zum Nachteil des Auftragnehmers – auf diese Rechtsfolgen hin. Das hier zum Download bereit gehaltene Formular beschränkt sich zu Gunsten des Auftragnehmers auf die notwendigen Bestandteile der Abnahmeerklärung.

Abnahmeprotokoll für Parkett- und Bodenleger

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handwerkerfreundliches Abnahmeprotokoll